Newcastle-Disease

Die Newcastle-Krankheit ist eine weltweit verbreitete, außerordentlich ansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Hühnern. Die Erkrankung wurde in Europa erstmals 1927 in Newcastle upon Tyne nachgewiesen. Aufgrund strikter Bekämpfungsmaßnahmen hat die Krankheit in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung verloren. In Österreich ist die Erkrankung zuletzt 1997 aufgetreten. In 2018 konnte ein Newcastle-Disease-Ausbruch in Belgien bei Haushühnern beobachtet werden. In Deutschland ist die regelmäßige Impfung aller Hühner- und Truthühnerbestände gesetzlich vorgeschrieben. Die Impfung erfolgt in der Regel über das Trinkwasser, so dass auch große Bestände unkompliziert geimpft werden können. Es ist zu beachten, dass alle Tiere geimpft werden müssen, auch solche aus Hobbyhaltungen, in denen unter Umständen nur ein oder zwei Tiere vorhanden sind. Doch die Halter kleiner Hühnergruppen haben Probleme, an passenden Impfstoff zu kommen. Auf dem Markt sind nur Mittel erhältlich, die für 1000 Tiere gedacht sind. Diese werden auch nur an Tierärzte, die Geflügelwirtschaft und Geflügelzuchtvereine abgegeben.

Infizierte Tiere scheiden die Newcastle-Viren in großen Mengen über Kot, Körperflüssigkeiten und Atemluft aus. Die Inkubationszeit beträgt vier bis sechs Tage. Bei rascher Ausbreitung innerhalb des Bestands können Todesfälle auch ohne vorher erkennbare Symptome auftreten. Der Geflügelzuchtverein Fritzlar1894 e.V. bietet aus den oben genannten Gründen regelmäßig Impfungen gegen einen sehr kleinen Kostenbeitrag an. Für Mitglieder ist diese Leistung im Mitgliedsbeitrag von 12 Euro enthalten.

Es handelt sich dabei um eine Schluckipfung; d.h. die Impfflüssigkeit wird über das Trinkwasser der Hühner verabreicht. Diese müssen die Hühner innerhalb von 2 Stunden aufgenommen haben. Am Abend vorher das Trinkwasser entfernen, damit die Tiere Durst haben. Die Impfflüssigkeit wird mit soviel Wasser gemischt, wie die Hühner innerhalb der nächsten 2 Stunden aufnehmen. Danach kann wieder frisches Wasser für den Rest das Tages gegeben werden. Bringen Sie ein Schraubglas für die Flüssigkeit mit. Wer neu dazu kommt, sollte einen Zettel mit Namen und Anschrift angeben, damit am Ende des Jahres eine Impfbescheinigung ausgegeben werden kann. Diese kann vom Veterinäramt verlangt werden. Wir treffen uns zu den angegebenen Terminen beim "Impfmeister" Konrad Eubel in Werkel Auf der Binge 10.

Rudi Ehrhardt 05622 9149166

 

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